header Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtprobleme

Ann-Kathrin Herbert verstärkt unser Team als Beraterin. Frau Herbert ist Sozialarbeiterin (M.A.) und kennt unsere Suchtberatung bereits aus einem studienbegleitenden Praktikum im Jahr 2016. Nach Abschluss des Masters und dem Berufseinstieg im Sozialdienst der KJP Aschaffenburg freuen wir uns sehr über die Mitarbeit von Frau Herbert. Sie konnte sich schnell einarbeiten und steht unseren Klient*innen in allen suchtspezifischen Fragestellungen mit ihrer offenen, freundlichen und kompetenten Art für Beratung zur Verfügung.

Aussenstelle in Großostheim

Frau Herbert wird ab dem 01.09.2021 zusätzlich die Aussenstelle im neu renovierten Benefiziatenhaus in Großostheim besetzten. Bewohner aus Großosheim und Menschen, denen die örtliche Nähe zu Großostheim entgegen kommt, können ab sofort Montags in der Zeit von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr Termine vereinbaren. Hierzu melden Sie sich in unserer Beratungsstelle in Aschaffenburg unter 06021-392 280.

 Gut gedacht, schlecht gemacht.
So lautet das Fazit zum neuen Glücksspielstaatsvertrag, der am 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist. Fachleute aus Suchthilfe und Forschung sind sich einig: Dieser Vertrag bleibt weit hinter den Möglichkeiten zurück, Klient(inn)en zu schützen und präventiv zu wirken.

Die Glücksspiellandschaft hat sich seit dem Inkrafttreten des ersten Glücksspielstaatsvertrages deutlich verändert. Die Inhalte dieses Vertrages stimmen nicht mehr mit der Realität von Online-Glücksspiel und Sportwetten überein. Daher wurde es notwendig, einen zweiten Glücksspielstaatsvertrag zu erarbeiten und durch die Länder ratifizieren zu lassen. Er ist zum 1.Juli 2021 in Kraft getreten.

Ein schnelles Fazit: Deutschland ist und bleibt ein Paradies für Glücksspielanbieter

In Deutschland gibt es circa 430.000 Menschen mit einem problematischen Spielverhalten beziehungsweise pathologische Spieler(innen)1 - Menschen, die mit vielfältigen psychosozialen Problemen die Beratungsstellen aufsuchen. Spieler(innen) sind diejenigen mit der höchsten Verschuldung innerhalb der Gruppe von Suchtbetroffenen. Im Schnitt liegen die Schulden bei 20.000 bis 30.000 Euro, wenn sich ein(e) Klient(in) an eine Beratungsstelle wendet.2 Nicht selten liegen die Verbindlichkeiten bei bis zu mehreren Hunderttau[1]send Euro. Kriminalität, Inhaftierung oder Suizidalität sind auch deshalb bei Spielern(inne)n nicht selten vor[1]kommende Problematiken.

Spätestens seit Corona und der damit einhergehenden monatelangen Schließung der Spielotheken und Spielbanken wurde das Thema Online-Glücksspiel öffentlich diskutiert. Passend dazu haben sich die Länder auf den neuen Glücksspielstaatsvertrag geeinigt.

Bei der Erarbeitung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 wurden die Glücksspielforschung oder die Suchthilfe nicht beteiligt. Dennoch soll der Vertrag dazu dienen, das Entstehen einer Glücksspielsucht zu verhindern und Voraussetzungen für eine Suchtbekämpfung zu schaffen. Das Angebot an Glücksspielen soll begrenzt und illegale Glücksspiele sollen verhindert werden. Es soll der Spielerschutz gewährleistet sein und Sorge getragen werden, dass die angebotenen Glücksspiele ordnungsgemäß verlaufen. Und bei diesem Glücksspielstaatsvertrag 2021 ganz neu: Das Geschäft mit Onlinespielen wird legalisiert. Was wird sich ändern?

Glücksspielmarkt wird liberalisiert

Der Glücksspielstaatsvertrag kommt einer Liberalisierung des Glücksspielmarktes gleich. Ab sofort darf in allen Ländern virtuell an Automaten gespielt oder gepokert werden. Sportwetten sind jetzt ebenfalls legal möglich. Stiegen bereits in den vergangenen Jahren die Anteile derer, die eine Beratung wegen Problemen im Bereich des Online-Glücksspielens hatten, gab es in der Phase des Lockdowns eine weitere Zunahme. Inzwischen dürften gut ein Drittel der hilfesuchenden Spieler(innen) aus den Bereichen des Online-Glücksspiels und der Sportwetten stammen. Mit der Öffnung des Marktes gehen jetzt nahezu alle Fachleute aus dem Bereich der Beratung und Therapie für Glücksspieler(innen) von einer weiteren und noch deutlicheren Zunahme dieser Problematik aus. Es ist wahrscheinlich, dass Online-Glücksspiele weitaus risikoreicher sind, eine Sucht zu entwickeln. Die Verfügbarkeit rund um die Uhr und der einfache Zugang über alle digitalen Endgeräte sind die neuen Herausforderungen für Beratung und Therapie. Denn auch hier gilt, dass die Verfügbarkeit eines Suchtmittels wesentlichen Einfluss auf eine Suchtentstehung hat.

Illegal wird zu legal

Bisher illegal agierende Anbieter mit Sitz in Malta oder anderen Destinationen erhalten ohne Konsequenzen für ihr bisheriges Handeln aller Voraussicht nach Lizenzen für Onlinespiele und Sportwetten. Es ist nicht nachvollziehbar, dass bisheriges kriminelles Handeln vollkommen ohne Konsequenzen für die zukünftige Lizenzvergabe bleiben soll. Strafzahlungen oder die Verweigerung von Lizenzen wären aus Sicht einer Regulierung im Sinne von Spielerschutz und Prävention die richtige Antwort. Wer bisher Glücksspiele in Deutschland über Umwege online möglich gemacht hat, sollte keine Lizenz erhalten.

Aufsichtsbehörde kommt zu spät zum Einsatz

Es wird eine Aufsichtsbehörde geben. Das ist beschlossen und sehr zu begrüßen. Der Glücksspielstaatsvertrag ist am 1. Juli 2021 in Kraft getreten, aber die wesentliche Instanz, die eine Regulierung überwachen soll, ist zu diesem Zeitpunkt nicht einsatzbereit. Das ist paradox. Es gibt weder Mitarbeiter(innen) noch einen konkreten Standort. Bekannt ist, dass die Behörde in Sachsen-Anhalt ansässig werden wird. Bis zum 31. Dezember 2022 bleiben die Zuständigkeiten aber in den Ländern. Das führt mit ziemlicher Sicherheit zur Fortsetzung des bereits hinlänglich bekannten Vollzugsdefizits im Bereich der Glücksspielregulierung. Aus fachlicher Sicht bleibt es bei der Forderung, dass die Behörde personell, finanziell und strukturell so ausgestattet sein muss, dass sie den hohen Anforderungen der Überwachung und Weiterentwicklung des Spielerschutzes nachkommen kann. Ein Dialog mit der Suchthilfe, der Forschung und Betroffenen wäre wünschenswert.

Werbung stachelt Wettbewerb an

Die Wirkung von Werbung ist psychologisch gut erforscht. Alle wissen, dass Werbung wirkt. Durch den Erhalt einer Lizenz, Glücksspiele anbieten zu können, wird den Anbietern gleichzeitig auch erlaubt, zu werben. Das wird prognostisch dazu führen, dass der Wettbewerb aufblüht und die Werbung der Anbieter, deren Zahl (aufgrund fehlender Begrenzung) noch nicht vor[1]auszusagen ist, zunimmt. Es wird um jeden Euro Einsatz gerungen werden. Für den Spielerschutz und um einer Suchtentwicklung vorzubeugen, wäre aber ein vollständiges Werbeverbot notwendig gewesen. Hier haben die Länder es versäumt, dass der neue Glücksspielstaatsvertrag dazu beiträgt, besonders gefährdete Zielgruppen zu schützen. Insbesondere Jugendliche und sportaffine Personen werden in Zukunft Zielgruppe der Werbung sein. Trikotwerbung und die Pausenwerbung mit nicht mehr aktiven Sportstars bei Sportübertragungen dürften bereits heute jedem bekannt sein. Die Anstrengungen der Anbieter, Werbung noch intelligenter zu platzieren, werden steigen. Youtuber(innen), Influencer(innen) und Streamer(innen) werden von der Glücksspielindustrie bereits als Werbeplattformen für eine junge Zielgruppe eingesetzt. Auch über Computerspiele werden Anreize zum Glücksspiel gezielt gegeben, Stichwort Gaming und Gambling. Bekanntestes Beispiel ist das Spiel "Coin Master"

Die Anstrengungen der Politik, die Glücksspielprävention zu fördern, sind hingegen eher gering. Die Prävention hätte deutlicher in den Glücksspielstaatsvertrag einfließen müssen. Denkbar wäre zum Beispiel eine klar festgelegte Kostenbeteiligung aller Lizenznehmer(innen) zur Prävention gewesen. Mit mehr Geld wäre auch mehr wirksame Vorbeugung möglich. Diese wird in Zukunft dringend notwendig sein. Neue, auf den Onlinemarkt bezogene Präventionsangebote sind flächendeckend unverzichtbar.

Spielersperren als Pluspunkt

Es wird eine bundesweite Sperrdatei geben und diese Sperrdatei wird spielformübergreifend sein. Das ist ein echter Pluspunkt für den neuen Glücksspielstaatsvertrag. Endlich können sich Spieler(innen) in allen Bundesländern zentral sperren lassen. Das war bislang in den meisten Bundesländern nicht möglich. Der Zeitraum für die Sperre beträgt zukünftig mindestens drei bis zwölf Monate. Weshalb hier ein so kurzer Zeitraum (drei Monate) gewählt und angeboten wurde, erschließt sich aus suchttherapeutischer Sicht nicht. Dauert doch eine Stabilisierung aller Erfahrung aus Beratung und Therapie nach in der Regel deutlich länger.

Dass ein einfacher schriftlicher Antrag genügt, um eine Selbstsperre nach Ablauf der Mindestzeit zu beenden, ist ebenfalls nicht sinnvoll. Hier wäre es besser gewesen, darüber zu diskutieren, was der/die Betroffene vor der Aufhebung der Selbstsperre tun kann, um sich mit dem Grund der Sperre (Glücksspielsucht, Kontrollverlust, Überschuldung) auseinanderzusetzen. Eventuell wäre auch denkbar gewesen, dass die geplante Aufsichtsbehörde die dann bestehende Problematik einschätzt.

Für die Arbeit in Beratung und Therapie steht nun also das Instrument der Selbstsperre bundesweit zur Verfügung. Die neidischen Blicke nach Hessen, wo es eine solche Möglichkeit schon lange gab, sind damit bald vorbei. Die Beratungsstellen werden sicher in Zukunft Klient(inn)en auf diese Möglichkeiten hinweisen und sie dabei unterstützen. Interessant wird es sein, zu sehen, wie viele Menschen sich jährlich bundesweit sperren lassen werden. Daran könnten in Zukunft über einen zusätzlichen Parameter die Probleme mit Glücksspiel in Deutschland gemessen werden.

Verlustlimit ist sehr hoch

Die Aufsichtsbehörde führt in Zukunft eine Limitdatei. Dabei soll reguliert werden, dass Spieler(innen) bei unterschiedlichen Anbietern durch Onlinespielen maxi[1]mal 1000 Euro im Monat Verlust machen können. Eine gute Idee, um noch extremere Verluste, die es häufig gibt, zu vermeiden. Ein Verlustlimit von 1000 Euro monatlich ist allerdings extrem hoch gewählt und dürfte für viele Betroffene im Bereich des monatlichen Nettoeinkommens liegen. Hier sind existenzielle Probleme programmiert. Zusätzlich bezieht sich die zukünftige Limitdatei nur auf Onlinespiele. Ein und derselbe Spieler könnte nach einer Sperre für Onlinespiele terrestrisch (in Spielotheken) weiterzocken und seine Verluste steigern.

Die Limitdatei selbst ist technisch und rechtlich wohl eine der größten Herausforderungen für die zukünftige Aufsichtsbehörde. Es werden bereits Stimmen aus der Glücksspielforschung laut, die vermuten, dass diese Regelung jahrelange Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen könnte und der Gewinn für den Spielerschutz im Endeffekt nicht zum Tragen kommen wird.

Die Forderung nach einer Spielerkarte, mit der sich Spieler(innen) identifizieren können, gab es schon seit einigen Jahren für den terrestrischen Bereich des Glücksspiels. Diese Karte einzuführen und auf den Onlinebereich auszudehnen wäre zielführender gewesen.

Fazit: Mit heißer Nadel gestrickt

Gut gedacht - schlecht gemacht. So könnte das Fazit zum Glücksspielstaatsvertrag ausfallen. Übergreifend sind sich die Fachverbände, die Träger der Suchthilfe, die Betroffenenvertreter(innen) und die Glücksspielforschung einig, dass der Vertrag mit der heißen Nadel gestrickt wurde und viel Potenzial auf der Strecke geblieben ist. Es wurde unter dem Ausschluss der Fachöffentlichkeit gearbeitet und entschieden. Es ist davon auszugehen, dass es über Jahre hinweg ein weiter zunehmendes Vollzugsdefizit geben wird.

Suchthilfe und Prävention stehen vor einer noch nicht kalkulierbaren Herausforderung und sind gut beraten, sich auf die sich zunehmend veränderte Glücksspiellandschaft einzustellen. Vulnerable Zielgruppen sind Jugendliche, junge männliche Migranten und ein sportaffines Publikum. Smartphone, Tablet und PC werden sehr wahrscheinlich für Glücksspiele und Sportwetten in Zukunft mindestens in gleichem Maße genutzt wie Spielotheken und Sportwettbüros.

Den nachvollziehbaren finanziellen Interessen bezüglich der zu erwartenden Steuereinnahmen durch den nun legalisierten Online-Glücksspielmarkt hätte ein deutlich stärkeres Konzept zum Spielerschutz in den oben genannten Bereichen entgegengestellt werden können und müssen.


Anmerkungen

1. Siehe dazu Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Kurzlink: https://bit.ly/3dMWUfx , S.10

2. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2021. Lengerich: Pabst Science Publishers, S. 35.

Autor
Daniel Elässser,
Leiter der Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtprobleme im Caritasverband Aschaffenburg

Quelle: https://www.caritas.de/neue-caritas/heftarchiv/jahrgang2021/artikel/deutschland-bleibt-ein-paradies-fuer-gluecksspielanbieter?searchterm=gl%c3%bccksspiel

Die immer umfangreicher werdenden Aufgabenfelder in der Beratungsstelle haben dazu geführt, dass auch das Personal im Sekretariat mit zusätzlich 19 Stunden aufgestockt werden musste.

Wir freuen uns, dass wir hierfür unsere neue Kollegin Brigitte Schmitt gewinnen konnten. Frau Schmitt hat zuvor über 15 Jahre in der KJA (Kirchlichen Jugendarbeit) im Martinushaus gewirkt und bringt viel Erfahrung im Bereich der Tätigkeiten mit, die in einem Sekretariat anfallen.

Beste Voraussetzungen also… Wir wünschen Brigitte Schmitt einen guten Start in der Beratungsstelle und heißen sie hier herzlich willkommen!

Im Februar haben wir unsere Kollegin Frau Angela Heeg-Liebchen nach insgesamt fast 38 Jahren Mitarbeit in unserer Beratungsstelle in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Frau Heeg-Liebchen gehörte seit 1983 zum Team der PSB.
In dieser Zeit stand sie tausenden Menschen mit Suchtproblemen zur Seite und verhalf ihnen im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit zu einem zufriedeneren und selbstbestimmten Leben.

Wir Kolleg*innen verabschiedeten uns pandemiebedingt Anfang Februar 2021 in kleinem Rahmen von Angela Heeg-Liebchen und hoffen, die gemeinsame Zeit und ihr jahrelanges Engagement zu gegebener Zeit noch einmal gebührend zelebrieren zu können.

 

Johanna Portrait WebsiteIm März durften wir dann bereits unsere neue Kollegin Johanna Scheibler bei uns begrüßen. Sie unterstützt das Team der Beratungsstelle zurzeit in einem Umfang von 26 Wochenstunden.

Frau Scheibler bringt Erfahrungen im Bereich des Betreuten Wohnens für psychisch kranke Erwachsene mit und ist bereits gut im regionalen Versorgungssystem vernetzt.
Parallel zur Beratungstätigkeit in unserer Stelle absolviert sie derzeit die Weiterbildung zur Systemischen Beraterin und fügt sich damit passgenau in unsere Sicht- und Arbeitsweise ein.

Vieles ist geschehen im Jahr 2020.

Der neue Tätigkeitsbericht informiert über die Beratungsarbeit im vergangen, pandemieüberschatteten Jahr. Auch wird ein Eindruck über Projekte, Veränderungen und Neuerungen in der Psychosozialen Beratungsstelle vermittelt.

Schauen Sie gerne einmal hinein - Taetigkeitsbericht_2020.pdf

Im Januar 2021 bereicherte mit Frau Bärbel Wosilus nicht nur eine neue Kollegin das Team der Psychosozialen Beratungsstelle für Suchtprobleme, sondern auch ein neues Angebot des Caritasverbandes Aschaffenburg die regionalen Hilfsangebote: Das ambulant betreute Einzelwohnen für Menschen mit Suchterkrankung

Dieses steht suchtkranken, volljährigen Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Aschaffenburg zur Verfügung und soll eine selbstbestimmte Lebensführung und die aktive Teilnahme am Miteinander ermöglichen.

Das ambulant betreute Einzelwohnen ergänzt das bisherige Beratungsangebot der Suchtberatungsstelle um praktische Hilfen im Alltag und persönlichen Lebensumfeld. Auch findet eine Unterstützung bei der Bewältigung von Rückfall- und Krisensituationen statt.
Ziel der Betreuung ist es, das Überleben zu sichern und einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität trotz Suchterkrankung zu leisten - zum Beispiel durch eine sinnvolle Tagesgestaltung und eine verbesserte Teilhabe an unserer Gesellschaft.
Die konkreten Inhalte des ambulant betreuten Einzelwohnens wie auch der Umfang richten sich dabei stets nach den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen der oder des Einzelnen.

Bärbel Wosilus PortraitWir freuen uns besonders, dass mit Frau Wosilus eine in der Region bereits gut vernetzte Kollegin die ambulante Betreuung übernimmt, die neben langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen auch die nötige Empathie und Weitsicht mitbringt.
Somit kann von Beginn an eine stabile Basis entstehen, die sich durch Freiwilligkeit und Selbstbestimmtheit auszeichnet.


Weitere Informationen zum ambulant betreuten Wohnen erhalten Sie über den pdfFlyerABW2020.pdf
oder den direkten Kontakt zur Psychosozialen Beratungsstelle.

Im alten Jahr haben wir unsere Kollegin Frau Edith Steigerwald nach insgesamt 35 Jahren Mitarbeit in unserer Beratungsstelle in den Ruhestand verabschiedet.
Frau Steigerwald hat seit 1984 den Arbeitsbereich der externen Suchtberatung in der Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg gestaltet. Zusätzlich hat sie auch in der Beratungsstelle im Martinushaus mitgearbeitet und tausende Menschen mit Suchtproblemen beraten und diesen zu einem zufriedenen und selbstbestimmten Leben verholfen. Wir, die Kolleg*innen, verabschiedeten uns von Edith Steigerwald Mitte Dezember 2020 aufgrund der Beschränkungen durch die Pandemie im kleinen Kreis. Gerne hätten wir nach einer so langen und intensiven Mitarbeit in der PSB den Rahmen größer und angemessener gewählt.

 

Bärbel Wosilus Portrait

Am 11.01.2021 hat Frau Bärbel Wosilus die Arbeit in der Suchtberatung aufgenommen. Frau Wosilus ist in Vollzeit tätig. Sie ersetzt Frau Steigerwald in der externen Suchtberatung in der JVA Aschaffenburg und wird mit gleichem Stundenanteil im ambulant betreuten Wohnen für Suchtkranke tätig sein.
Frau Wosilus arbeitet schon seit 2015 für den Caritasverband Aschaffenburg und war zuvor Beraterin in der Flüchtlings- und Integrationsberatung. Sie bringt durch ihre berufliche Vita Erfahrung in der Beratung und Betreuung von Menschen mit Suchterkrankungen mit.

Haben Sie Interesse an ambulant betreutem Wohnen? Hier finden Sie unser Angebot.

Möchten Sie mehr über die Arbeit in der externen Suchtberatung erfahren? Hier finden Sie Informationen.

 

Alle Mitarbeiter*innen der Suchtberatungsstelle wünschen gesegnete Weihnachten und ein glückliches neues Jahr 2021.

Für uns alle wird das Jahr 2020 als besonders herausfordernd in Erinnerung bleiben. Eines können wir Ihnen versprechen - wir bleiben an Ihrer Seite.
Während der Feiertage sind wir für Sie über unsere Onlineberatung durchgehend erreichbar.

Für persönliche Kontakte haben wir vom 24.12. bis einschließlich zum 03. Januar geschlossen.

Bei Krisen können Sie sich neben unserer Onlineberatung auch an die Mitarbeiter*innen der Telefonseelsorge wenden, rund um die Uhr erreichbar unter der kostenfreien
Telefonnummer 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Sollten diese Nummern aufgrund hohem Anrufer-Aufkommen belegt sein, versuchen Sie es bitte häufiger.

Bei akutem Entgiftungsbedarf wenden Sie sich direkt an das Bezirkskrankenhaus in Lohr: Telefonnummer 09352 503 0.
Bei akuten und lebensbedrohlichen Notfällen erreichen Sie den Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112.

Ist Alkohol die Umarmung, die wir in diesen Tagen nicht bekommen?

Das Main-Echo Aschaffenburg führte bereits Ende November ein Interview mit Da­ni­el El­säs­ser, dem Lei­ter der Psy­cho­so­zia­len Be­ra­tungs­s­tel­le für Sucht­pro­b­le­me des Ca­ri­tas­ver­bands Aschaf­fen­burg. In diesem Gespräch beschreibt Elsässer deutlich die Ursachen für steigenden Konsum während der Pandemie, betont die Notwendigkeit von sozialem Umfeld und Beratungsdiensten und gibt zum Abschluss auch hilfreiche Tipps zur Kontrolle des eigenen Konsumverhaltens.

Den Arikel gibt es Online beim Main-Echo unter:

https://www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/warum-mehr-menschen-in-der-pandemie-zu-alkohol-greifen-art-7174912

Heute wollen wir auf den bundesweiten Aktionstag Suchtberatung hinweisen, der unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung erstmalig am 04. November 2020 mit dem Motto "Kommunal wertvoll!" stattfindet.

Wie intensiv die Arbeit der Suchtberatung ist, zeigt auch der notwendige weitere Ausbau unserer Angebote hier in Aschaffenburg. Ab dem Jahr 2021 engagieren wir uns zusätzlich mit ambulant aufsuchenden Hilfen in der Region für Stadt und Landkreis Aschaffenburg. Auch für Jugendliche und junge Erwachsene erweitern wir mit einem Gruppenangebot (FreD) unser bereits umfassendes Angebot maßgeblich.

Laut einer aktuellen Studie zum Konsumverhalten wurden während der Corona-Pandemie bzw. des Lockdowns größere Mengen und auch früher am Tag Alkohol getrunken. Bei den illegalen Drogen verändern sich riskante Konsummuster. Alkohol- und Drogenkonsum ist auch ein Seismograph für die Bewältigung persönlicher Krisen: Hier braucht es die Suchtberatung als Institution für zwischenmenschliche Rettungsschirme.

Die DHS macht gemeinsam mit ihren Mitgliedsverbänden in einem Notruf_Suchtberatung aufmerksam und benennt zentrale Forderungen.

Ziel des Aktionstags Suchtberatung ist es, Suchtberatungsstellen und Politik in den Kommunen miteinander in einen Dialog zu bringen. Dabei soll mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen deutschlandweit auf die Dringlichkeit der Finanzierung und die Zukunftssicherung der Suchtberatungsstellen aufmerksam gemacht werden.

Denn:
Suchtberatung braucht eine stabile, kostendeckende und verlässliche Finanzierung. Sie ist systemrelevant und trägt nachweislich dazu bei, die Chronifizierung und Folgekosten von Abhängigkeitserkrankungen zu verringern. 

Zur Information: unsere Suchtberatung sucht Verstärkung. Hier können Sie sich bewerben.

Am 30.09.2020 fand der bundesweite Aktionstag Glücksspielsucht statt - auch hier in Aschaffenburg.

Unsere Suchtberatungsstelle  ist für die Region der erste Anlaufpunkt bei Fragen rund um Probleme mit Glücksspiel und gehört zum bayrischen Kompetenznetzwerk Glücksspielsucht.
Inzwischen sind diese Probleme sogar der vierthäufigste Anmeldegrund in der Beratung.
Da ist es klar, dass wir uns am Aktionstag Glücksspielsucht beteiligen
“, betont Daniel Elsässer.

Die Mitarbeiter*innen der Beratungsstelle konnten trotz Corona mit vielen Passanten ins Gespräch kommen.
Es ging nicht darum die Menschen die vorbeigehen anzusprechen, sondern mit denjenigen, die sich für die Informationen und den Stand interessierten in einen intensiveren Austausch über das Thema zu kommen.

Über eine Bodenzeitung entstand ein Stimmungsbild und es war für Interaktion zwischen den Beteiligten gesorgt. Viele hatten Spaß daran zu den aufgedruckten Aussagen ihre Meinung zu äußern.

Eine Demonstration der Zwerge, sozusagen ein Zwergenaufstand, war der kreative Kern der Aktion. Die Zwerge sorgten für Aufmerksamkeit und interessierte Nachfragen zu den Forderungen. „Insgesamt war die Ressonanz und das Interesse sehr zufriedenstellend“, sagt Lara Fendt die den Aktionstag mitorganisierte.

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Die Folgen einer Glücksspielsucht sind mitunter dramatisch.
Betroffene verspielen häufig ihr ganzes Geld, ihren Arbeitsplatz, ihre Familie und
Freunde. Oftmals kommen Depressionen hinzu und mitunter sogar Kriminalität. Hinzukommt, dass bei Personen mit einer Glücksspielproblematik eine überdurchschnittlich hohe Suizidgefahr besteht.
Der Aktionstags sollte dazu beitragen die Menschen aufzuklären und als Caritasverband für einen besseren Spielerschutz einzutreten.

 Die „Forderungen zum besseren Spielerschutz“ des Caritas Suchthilfe e.V. (CaSu)
finden Sie hier: http://www.caritas-suchthilfe.de/informationen/positionen-und-stellungnahmen/positionen 

Ein ausführlicher Zeitungsartikel zum Thema Glücksspielsucht findet sich auch im Main-Echo vom 30.09.2020

Die Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtprobleme erweitert ihr Angebot für Menschen aus der Region
Alzenau/Kahlgrund:
Ab sofort können Menschen aus dieser Region Termine im Beratungszentrum Alzenau wahrnehmen.


Voraussetzung dazu ist eine telefonische Terminvereinbarung in unserem Hauptsitz in
Aschaffenburg unter 06021 - 392 280.

 

Alzenau2Für einige unserer Klienten ist die Fahrt nach Aschaffenburg eine zeitliche und finanzielle Herausforderung.
Suchtkranke Menschen sind nicht selten an der Teilhabe am Leben benachteiligt. Wir wollen mit diesem Angebot
den Zugang zur Suchtberatung weiter erleichtern. Je früher missbräuchlicher Konsum oder missbräuchliche Verhaltensweisen angegangen werden können, desto weniger besteht die Gefahr einer Chronifizierung und damit
einer Abhängigkeitserkrankung
“, sagt Daniel Elsässer, der Leiter der Suchtberatungsstelle.

 

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